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Pressebericht Badische Zeitung vom 30.08.22

Den Weg zu sich selbst gehen
Pilgern direkt vor der Haustüre / Kirchen mit vielfältigem Angebot.
Badische Zeitung, 30.08.22, Dominik Bloedner

Es ist eine karge Unterkunft. Zwei Stockbetten, ein großes Holzkreuz mit Jesusfigur an der Wand, Kachelboden, Toilette und ein Waschbecken mit kaltem Wasser, Mikrowelle und Wasserkocher in der Ecke; manchmal braucht der Mensch ja etwas Warmes. Hier, in einem ehemaligen Duschraum des Christophorus Jugendwerks in Oberrimsingen bei Breisach, legen sie nachts ihr müdes Haupt auf die Kissen, die Pilgerinnen und Pilger, die auf dem Jakobsweg Richtung Santiago de Compostela in Nordwestspanien unterwegs sind. 50 bis 80 Menschen pro Jahr lassen sich den Schlüssel für die Herberge und einen Stempel in den Pilgerpass geben und entrichten vor dem Aufbruch am nächsten Morgen ihren Obolus: fünf Euro für das bescheidene Nachtlager.

Oberrimsingen liegt an einer der vielen Hauptrouten des bekannten Pilgerwegs, diese orientieren sich an mittelalterlichen Handelswegen. Die Schwarzwälder Route führt von Rothenburg ob der Tauber über Esslingen, Tübingen und Rottenburg am Neckar nach Wolfach, Elzach, Freiburg und später Richtung Südwesten durch die burgundische Pforte.

Dann gibt es noch unzählige Nebenrouten wie etwa den Kinzigtäler Jakobsweg, der sieben Etappen hat und auf dem sogar das Eisenkreuz Cruz de Ferro nachgebildet ist, das im Original in den Montes de León in Nordspanien den höchsten Punkt des Jakobswegs Camino Francés auf 1500 Metern Höhe markiert. Die Zugangsrouten führen zu ehemaligen Sammelpunkten wie Ettenheim, Schutterwald oder Freiburg (siehe Grafik). Denn früher war die lange Reise gefährlich, die Pilger zogen meist nur in Gruppen los.
Viele Wege führen nach Santiago zum Grab des Apostels, viele lokale Initiativen kümmern sich um diese Routen, markieren sie mit der Pilgermuschel, beschreiben und bewerben sie. Die Herberge in Oberrimsingen wird gestellt von der Badischen St. Jakobusgesellschaft (siehe Interview unten), diese ist für den mittleren und südlichen Teil des Badischen Jakobswegs entlang des Rheins verantwortlich.

Pilgerwege wie der Jakobsweg liegen also vor der Haustüre. Und das Endziel muss nicht immer Santiago heißen. Die beiden Bistümer und die beiden Landeskirchen in Baden-Württemberg haben ein vielfältiges Programm mit regionalen Pilgerwegen und Angeboten zum spirituellen Wandern. "Neben den Teilstrecken großer europäische Kultur- und Pilgerwege gibt es dafür eine Vielzahl regionaler Wege in Baden-Württemberg, die Pilgerinnen und Pilgern die Möglichkeit bieten, sich wieder mit Gott zu verbinden oder einfach auch nur eine wohltuende Auszeit von der Hektik des Alltags zu nehmen", sagt Achim Wicker von der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Auch Detlef Lienau, Pilgerbeauftragter der Evangelischen Landeskirche in Baden und Leiter der Evangelischen Erwachsenenbildung Freiburg, sagt: "Pilgern, das ist nicht nur der Jakobsweg. Auch der Martinusweg hat sich inzwischen etabliert." Der 2011 eröffnete Pilgerweg quert Baden-Württemberg auf dem Weg von Ungarn nach Frankreich zum Grab des Heiligen Martin von Tours. Zudem gebe es, so Lienau, viele lokale und kürzere spirituelle Spazier- und Wanderwege. Das spezielle Angebot an Frauen "Pilger. Schön" etwa starte in Nordbaden und gehe Richtung Bodensee.

Lienau selbst bietet Nachtwanderungen von Freiburg nach St. Ottilien oder auf den Lindenberg an. "Es geht den Teilnehmenden dabei um eine Auszeit vom Alltag und darum, den Horizont auf das Größte zu öffnen, was es gibt: Gott", sagt er. Und es gehe um Naturspiritualität.

Diese wird auch im Nationalpark Schwarzwald beworben. Im Angebot sind Pilgerspaziergänge, ökumenische Gottesdienste, Abendgebete auf der Hornisgrinde, dem mit 1164 Metern höchsten Berg im Nordschwarzwald. "Seit jeher entdecken Menschen, dass sie in der Natur einen besonderen Zugang zu Gott finden. Stille und Langsamkeit, Weite und Ausblick bringen uns Sinn- und Lebensfragen neu ins Bewusstsein", heißt es in dem unlängst erschienenen Flyer zum Pilgern der Landesarbeitsgemeinschaft Kirche und Tourismus in Baden-Württemberg. Und weiter: "Wir erleben in uns verborgene Seiten des Menschseins – eine Ahnung vom Reichtum der Spiritualität."

Auf der Tourismusmesse CMT wirbt die Arbeitsgemeinschaft mit Slogans wie "Unterwegs mit Gottes Segen" oder "Urlaub für die Seele"; weiter fördert und begleitet sie seelsorgerische Tätigkeiten in touristischen Hotspots wie etwa dem Europa-Park in Rust. Spirituelle Reisen liegen im Trend. "Wer dem Zeichen der Jakobsmuschel im Schwarzwald folgt, findet Erholung in der Natur und kommt an Kirchen und Klöstern vorbei, die zu besinnlichen Momenten einladen", sagt Jutta Ulrich von der Schwarzwald Tourismus GmbH in Freiburg. "Auch wenn Pilgerreisen einen kleinen Teil des Gesamtgästeaufkommens ausmachen, ist die Nachfrage nach dieser Form des Reisens in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen."

Pressebeicht Badische Zeitung

Ein riesengroßes spirituelles Bedürfnis

Dominik Bloedner, Di, 30. August 2022

BZ-INTERVIEWmit Norbert Scheiwe von der Badischen St. Jakobusgesellschaft über das Pilgern, die Religion und Hape Kerkeling.

Was treibt die Menschen an, die nach Santiago zum Grab des Apostels Jakobus pilgern? Dominik Bloedner sprach mit Norbert Scheiwe, Präsident der Badischen St. Jakobusgesellschaft.

BZ: Herr Scheiwe, den Kirchen laufen die Gläubigen in Scharen weg, Pilgern jedoch erfreut sich steigender Beliebtheit.

Scheiwe: Das ist kein Widerspruch. Die spirituellen Bedürfnisse der Menschen sind riesengroß, aber nicht mehr nur gebunden an die klassische Religion. Kirchen geben vielen Menschen nicht mehr die Antworten, die sie suchen, viele definieren ihre Religiosität heute selber.

BZ: Geht es noch um Buße?

Scheiwe: Der Weg nach Santiago war nie ein reiner Bußweg, er war immer auch ein Initiationsweg. Es geht darum, als anderer zurückzukommen, als der man losgezogen ist. Früher waren Beichte und Kommunion in der Kathedrale von Santiago wichtig, heute geben sich die Leute ihren Ablass selber. Da gibt es dieses neue Ritual: Die Pilger verbrennen am Kap Finisterre ihre bis dahin getragene Kleidung, um mit dem alten Leben abzuschließen. Alles verändert sich, heute ist die Frage der Buße kein zentrales Thema. Pilgern kann befreiend und lustig sein.

BZ: Was treibt die Pilger heute an?

Scheiwe: Religiöse Motivation ist noch vorhanden, aber nicht mehr bei der Mehrheit. Es geht um Abenteuer, Begegnungen und darum, Abstand zu gewinnen und für sich zur Ruhe zu kommen. Nicht von ungefähr gehen viele Menschen auf die Pilgerreise, die gerade Brüche und Übergänge in Leben haben: Krisen, Schule, Beruf, Rente, Trennungen. Fragt man Millionen Pilger, bekommt man Millionen verschiedene Antworten.

BZ: Was macht das Pilgern mit einem?

Scheiwe: Miteinander unterwegs zu sein und sich zu begegnen, die Strapazen des Weges teilen – das öffnet Herzen und Seelen und hat eine heilende Wirkung.

BZ: Hat mit dem Buch des Entertainers Hape Kerkeling "Ich bin dann mal weg", ein Bestseller im Jahr 2006, der verfilmt wurde, der Jakobus-Boom begonnen?

Scheiwe: Kerkelings Buch war nicht der Auslöser für steigende Pilgerzahlen, das waren und sind die spirituellen Bedürfnisse der Menschen. Buch und Film haben dann vielen den Impuls gegeben.

BZ: Man spricht von Pilgertourismus.

Scheiwe: Pilgern und Tourismus sind zwei grundverschiedene Dinge, das muss man völlig wertfrei voneinander trennen.
BZ: Wie kamen Sie auf den Jakobsweg?

Schweiwe: Als kleiner Ministrant in den 1960er Jahren in Lahr hatten wir einen Priester, der glühender Jakobusverehrer und Pilger war. Die tollen Geschichten und Diavorträge fesselten mich. Das war lange verschüttet und kam durch die Arbeit im Jugendwerk wieder hoch. Wir sind in Etappen mit rund 3000 Jugendlichen und Erwachsenen zweimal den Weg gelaufen.

Norbert Scheiwe, 70, war von 1988 bis 2016 Leiter des von der Caritas getragenen Christophorus Jugendwerks in Oberrimsingen. Er ist Präsident der 1999 gegründeten Badischen St. Jakobusgesellschaft.

Die Muschel in Europa 2022

Liebe Pilgerfreundinnen und Freunde, liebe Freundinnen und Freunde der „Muschel für Europa“, endlich, nachdem wir uns im Jahr 2020 gar nicht und im vergangenen Jahr nur
digital getroffen haben, dürfen wir uns in diesem Jahr wieder präsent begegnen und miteinander unterwegs sein. Wie wichtig persönliche Begegnung und das Miteinander
wirklich ist, wird uns erst bewusst, wenn wir es nunmehr eine längere Zeit nicht pflegen durften.


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JAKOBUSBLÄTTLE

Die aktuelle Ausgabe April 2022
des Jakobusblättle als PDF-Datei

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Auch für das Jahr 2022, und zwar vom 30.05.-16.06. suchen wir für das „Europäische Haus der Begegnung“ in Foncebadon/Spanien noch einen ehrenamtlichen Hospitalero oder eine Hospitalera.

Für die Fahrtkosten werden 150,00 Euro erstattet, als Aufwandsentschädigung erhält der Ehrenamtler 10,00 Euro/Tag. Selbstverständlich sind auch Paare willkommen.

Für die Übernachtung steht ein eigenes kleines Appartement zur Verfügung. Weiter sind Auto, Wifi und E-Bikes im Haus und stehen für die Nutzung bereit.

Der/die Hospitalero/a sehen sich in der Rolle eines/r „päd.Hausmeisters“, d.h. sie haben keine Betreuungsaufgaben bei Belegung, sondern kümmern sich um die Organisation des Hauses

Interessenten wenden sich bitte an Norbert Scheiwe

NScheiwe@t-online.de
oder 01709942921.

Ich freue mich auf Rückmeldungen,
Norbert Scheiwe
1.Vorsitzender HEE e.V.

https://hee-ev.de

Adressänderung der Geschäftsstelle

Badische St. Jakobusgesellschaft e.V.

Geschäftsstelle:

Veronika Schwarz

Rheinstrasse 23
79189 Bad Krozingen

Tel.: 0151 61 05 15 35 (Sie werden zurückgerufen)
E-mail: info@badische-jakobusgesellschaft.de
Homepage: www.badische-jakobusgesellschaft.de

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Hier ein Hinweis auf eine Pilgerreise, die unter sehr kompetenter Führung von der Deutschen Jakbusgesellschaft organisiert wird. Sehr empfehlenswert und eine Einladung an alle unsere Mitglieder.

Herzliche Grüsse

Norbert Scheiwe, Präsident

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Die aktuelle Ausgabe November 2021
des Jakobusblättle als PDF-Datei

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Die Muschel in Europa 2021

Flyer PDF
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Liebe Freundinnen und Freunde der "Muschelveranstaltung" im Europa Park, liebe Pilgerinnen und Pilger

Die Sehnsucht hat gesiegt, denn unsere traditionelle Muschelveranstaltung, die im letzten Jahr coronabedingt ausfallen mußte, kann in diesem Jahr stattfinden.
Leider können wir uns noch nicht in der größeren Gruppe persönlich begegnen. Wir haben aber -Dank der technischen Unterstützung des Europa Parks- eine digitale Verastaltung geplant, bzw. teilweise schon umgesetzt.

Wir laden Sie/Euch alle recht herzlich ein, an den beiden Tagen mit uns gemeinsam an der Veranstaltung "Muschel inEuropa" teilzunehmen.
Alle Zugangsinformationen finden Sie im digitalen Prospekt.

Bis zu einem persönlichem Wiedersehen, auf dass ich mich sehr freue grüßt Sie ganz herzlich

Norbert Scheiwe, Präsident der "Badischen St.Jakobusgesellschaft" e.V.

Fachtag Pilgern

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Am 23.04.2021 findet ein "Fachtag Pilgern" im Haus der katholischen Kirche in Stuttgart statt.
Veranstalter sind die zuständigen Referate der beiden ev.Landeskirchen und der beiden Diözesen Baden Württembergs. Die Veranstaltung war ursprünglich als Präsenzveranstaltung mit einer begrenzten Teilnehmendenzahl geplant, findet coronabedingt allerdings jetzt digital statt.
Anmeldungen für diese interessante Tagung sind unter dem angegebenen Link noch bis zum 16.April möglich.
Alle Informationen über den Ablauf, die Themen und die Referenten erfahren sie ebenfalls über den Link.
Herzliche Einladung
Norbert Scheiwe, Präsident

https://kirche-tourismus-bw.de/landesarbeitsgemeinschaft/fachtag-kirche-und-tourismus/

Zum Tode von Gottfried Wiedemer
BZ Offenburg, 20.02.2021
BZ Offenburg, 20.02.2021

Am Montag, den 15.Februar 2021 starb nach kurzer und schwerer Erkrankung unser langjähriges Präsidiumsmitglied Gottfried Wiedemer begleitet durch seine Familie in Offenburg.

Dieser plötzliche Tod trifft uns tief. Wir hatten noch eine Reihe gemeinsamer Vorhaben, Projekte und Pläne.
Er hinterläßt eine unauffüllbare Lücke.
Die "Badische St.Jakobusgesellschaft e.V." und viele Freunde bundes- und europaweit sind voller Trauer.

Die Trauerfeier und seine Beerdigung fand am 26.02.2021 in Offenburg statt.

Nachruf Gottfried Wiedemer

Badische Zeitung - Offenburg

Abschiedsworte anlässlich der Trauerfeier für Gottfried Wiedemer am 26.02.2021 in der Dreifaltigkeitskirche in Offenburg

Liebe Adelheid,
liebe Töchter von Gottfried mit ihren Familien,
liebe Angehörige,
liebe Trauergäste,

vor ein wenig mehr als 5 Wochen saßen Gottfried und ich bei uns in Breisach am sonntäglichen Kaffeetisch zusammen. Er machte einen Ausflug von der Reha und wir unterhielten uns angeregt über seine gesundheitlichen Fortschritte und fachsimpelten ein wenig über die zukünftigen Pläne unserer Jakobusgesellschaft.

Kurz danach infizierte er sich mit Covid-19, nach wenigen Tagen verlor er diesen Kampf gegen das Virus. Der irdische Pilgerweg fand sein Ende.
Neben der Trauer, die uns alle verbindet, empfinde ich eine tiefe Ohnmacht und das Gefühl der Hilflosigkeit dieser Pandemie gegenüber und manchmal auch Wut, weil sie uns eben der Menschen beraubt, die diesen Weg eigentlich noch nicht hätten gehen müssen.

All das hier zu würdigen, was er geleistet hat, würde den Rahmen sprengen. Das Wissen, dass Gottfried in die Arbeit unserer Gesellschaft mit eingebracht hat, können wir uns vielleicht aneignen, so wie manch andere Kompetenzen von ihm auch. Was aber unersetzbar für uns bleibt, ist der Mensch Gottfried Wiedemer, der unser Engagement und unsere Arbeit mit seiner offenen und humorvollen Lebensart unendlich bereicherte. Er war ein „Guter Mensch“ eine Bezeichnung, die nur wenige wirklich tragen dürften und er war ein geselliger Mensch, der gerne mit anderen Menschen zusammen war, feierte, disputierte, sich ihre Meinungen anhörte und seine Gedanken einbrachte. Er hatte Ideen und setzte sie vor allen Dingen auch um.

Wir werde diese, seine persönliche Art sich einzubringen in unserer „Badischen Jakobusgesellschaft“ vermissen aber wir werden sie immer wieder, wenn es möglich und notwendig ist, in unsere Erinnerung rufen und damit als sein Andenken bewahren.

Er und wir sind nicht verlassen und nicht allein.

Sein Tod erfüllt uns mit tiefer Trauer und Wehmut.
Aber für alle die Glauben, dürfen wir auch Freude und Hoffnung in uns spüren.

Gottfrieds irdischer Weg lauf ist am Ziel angekommen, sein himmlischer Weg hat gerade erst begonnen.

Ich stelle mir vor, dass wir uns „irgendwann“ da oben wieder begegnen dürfen, er dann schon seine Erfahrungen mit dieser neuen Wegstrecke gemacht hat und mir und uns dann wieder als kompetenter und fröhlicher Führer den Weg weist, seine Witze erzählt und uns mit vielen Anekdoten bereichert.

Eine hoffnungsvolle Vorstellung.

Und auf eines dürfen wir ebenfalls hoffen. Gottfried ist für unsere Anliegen und Bitten vor Gott und dem heiligen Jakobus sicherlich ein großer Fürsprecher, an den wir uns wenden dürfen, er ist ihnen nahe.

Wir sind in der Trauer und in der Hoffnung mit dir liebe Adelheid, den Töchtern und deren Familien und allen Verwandten und Freunden ebenfalls verbunden.

Und wir verneigen uns ein letztes Mal vor dem Menschen Gottfried Wiedemer, der uns in Zukunft in anderer Art und Weise verbunden ist und begegnen wird.

Norbert Scheiwe, Präsident
26.02.2021

Badische Zeitung vom 08.Februar 2021

Foto: Manuela Schmitt
Foto: Manuela Schmitt

Neue Tafel für Pilger am Jakobusweg in Oberrimsingen

Wer in Richtung Santiago de Compostela unterwegs ist, findet in Oberrimsingen bald auch einen Stempel für sein Pilgerbuch.
Ultreia Santiago – vorwärts, immer weiter nach Santiago. Die Muschel zeigt den Weg. Pilgerwege zum Grab des Apostels Jakobus gibt es in ganz Europa. Einer davon führt durch Oberrimsingen, direkt vorbei am Friedhof in Grüningen. Darauf weist jetzt eine neue Informationstafel an der Friedhofsmauer hin.

Grüningen wurde bereits 763 urkundlich erwähnt, die Kapelle war zunächst dem Heiligen Jakobus geweiht. Diese Namensgebung deutet darauf hin, dass die Kirche bereits im Mittelalter auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela (Spanien) lag. Wiederbelebt wurde die Tradition vor Ort Anfang der 1990er Jahre durch Pilgergruppen des Christophorus Jugendwerks Oberrimsingen.

Zusammen mit dessen damaligem Leiter, Norbert Scheiwe, der auch Präsident der Badischen St. Jakobusgesellschaft ist, brachte nun Ortsvorsteher Pius Mangold eine neue Informationstafel neben der Jakobsmuschel an der Friedhofsmauer an. Wissenswertes kann nicht nur direkt gelesen werden, ein QR-Code ermöglicht auch weiterführende Informationen. Den einen Jakobusweg gibt es übrigens nicht; vielmehr zieht sich ein ganzes Netz unterschiedlichster Wege durch ganz Europa. Der Weg vorbei an der ehemaligen Prioratskapelle St. Jakob in Grüningen gehört zum heute durchgehend beschilderten internationalen Ost-West-Weg, der durch Europa bis nach Santiago reicht. Auf diesem Weg geht es bei Breisach über den Rhein und weiter zur Burgundischen Pforte. Danach führt der Weg bis nach Le Puy, dem mittelalterlichen Sammlungspunkt in Richtung Spanien.

Enorm an Bedeutung gewonnen
Schon früh werden sich die Pilgerströme hier vor dem Rheinübergang gebündelt haben. Der Legende nach ist der zweite Prior des damaligen Cluniazenserklosters, der Heilige Ulrich, deshalb in den nahegelegenen Schwarzwald – ins heutige St. Ulrich – umgezogen. Zu viele Jakobuspilger störten demnach die Ruhe des Klosters.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde die Kapelle neu aufgebaut und nach dem heiligen Ulrich benannt. Seit 1844 ist rund um die kleine Kirche der Friedhof von Oberrimsingen.

Seit Ende des letzten Jahrhunderts hat der "Camino" wieder enorm an Bedeutung gewonnen. 2019 waren insgesamt fast 350 000 Pilger aus aller Welt in Santiago. Das Jugendwerk war ab 1992 mit mehreren Pilgergruppen unterwegs und erreichte Santiago 1999, im Heiligen Jahr.

2020 war wegen der Corona-Pandemie für den Jakobusweg ein denkwürdiges Jahr: Zum allerersten Mal in der Geschichte musste er zeitweise "geschlossen" werden. Insgesamt ließen sich das gesamte Jahr über weniger als 50 000 Pilger registrieren, die meisten kamen aus Spanien. Drei Monate lang konnte überhaupt niemand in der Kathedrale von Santiago Einzug halten. Laut Norbert Scheiwe gab es das "weder während der Pest, noch in der Reformation oder in den vielen Kriegszeiten". Gleichzeitig führten die Beschränkungen in Spanien aber dazu, dass die Wege in Deutschland eine immer größere Bedeutung erlangten.

Momentan werden vom Jugendwerk keine Pilgerreisen organisiert, da die Corona-Bestimmungen dies nicht zulassen. Einzelpilger kommen aber vor allem in den wärmeren Monaten viele vorbei. Ortsvorsteher Mangold verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass die Kapelle im Sommer tagsüber geöffnet ist. Geplant ist, dass Pilger demnächst einen Stempel für ihr Pilgerbuch vorfinden. Scheiwe sagte zu, dass ein solcher Stempel auch in der Oberrimsinger Stephanuskirche hinterlegt werden soll. Dort steht eine mit Unterstützung der Jakobusgesellschaft aufwendig restaurierte Jakobusstatue.

Heilige Pforte bleibt länger offen
Möglicherweise werden bald wieder mehr Pilger Station in Oberrimsingen und Grüningen machen. 2021 fällt der Gedenktag des Heiligen Jakobus, der 25. Juli, nämlich auf einen Sonntag. Seit dem 15. Jahrhundert werden diese Jahre als "Heilige Jahre" begangen. Am Silvestertag wurde deshalb in Santiago de Compostela die Heilige Pforte geöffnet. Wegen der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen hat Papst Franziskus jedoch angekündigt, dass sie nicht Ende 2021, sondern erst im Juli 2022 wieder geschlossen werden soll.

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DER BADISCHE JAKOBUSWEG - Nördlicher Teil

NEUERSCHEINUNG
Seit September 2020 im Buchhandel erhältlich

Das vorliegende Büchlein soll den Jakobusfreund auf den 209 Kilometern vom Odenwald bis Schutterwald begleiten und ihm die Schönheiten der Vorbergzone am Rand der
Rheinebene zeigen.
Stationen sind geschichtsträchtige Städte wie Heidelberg, Bruchsal, Ettlingen oder Baden-Baden, aber auch malerische Weindörfer, Burgruinen, Kapellen, Wegkreuze
oder Rastplätze mit einem Blick bis zu den Vogesen oder zum Straßburger Münster. Örtliche Sagen, Legenden oder auch kuriose Geschichten geben manche Farbtupfer zur
Wegbeschreibung.

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Beim TBB-Verlag direkt bestellen

Die Spenden kommen an! 2.0

Am 15.07. konnten wir erneut 4.000 Euro an Spendengeldern nach Spanien überweisen.
Damit konnten wir den Betreibern des "EL Trasgu" bisher 10.00 Euro an Untersttzung zur Verfügung stelllen.
Obwohl das Pilgern ganz langsam wieder anläuft, sind noch nicht sehr viele Menschen auf dem "Camino de Santiago"
in Spanien unterwegs, so dass auch der Geschäftsbetrieb eher gering ist. Migiel Angel und Jose Luis sind sehr dankbar für die Hilfe.

Sie schrieben:
Buenas tardes,
Mil millones de gracias por todo y por favor transmitirle a todos los que están aportando esta ayuda toda nuestra gratitud.
Mil gracias
Un saludo de nosotros tres para todos.


Übersetzung:
Guten Tag,
Eine Milliarde Dank für alles und bitte übermitteln Sie allen, die diese Hilfe beitragen, all unsere Dankbarkeit.
Danke dir
Grüße von uns dreien an alle.

wir geben den Dank der drei gerne an alle Spenderinnen und Spender weiter und möchten uns auch als "Badische" für diesen großen Akt der Solidarität und
der europäischen Unterstützung bedanken. Für uns wirkt diese großartige Spendensumme wie ein "kleines Wunder auf dem Camino!!"
Ihnen allen vielen Dank.

Die Spenden kommen an!

Umgehend werden die Spendengelder für die Tienda "El Trasgu" in Foncebadon weiter geleitet.
Inzwischen wurden durch unseren Kontaktmann auf dem Spanischen Jakobsweg, Pallottinerpater Gaspar Vega Fidalgo ein Betrag von 6.000 Euro ausgehändigt. Das Bild zeigt Pater Gaspar mt Jose Luis vom El Trasgu und dem Töchterchen Esla bei der Übergabe. Und natürlich wird die Weitergabe quittiert.

Dieser schnelle und direkte Transfer ermöglicht es, dass die Hilfe sehr konkret für die entstehenden Kosten eingesetzt werden kann. Außerdem ermöglicht uns der direkte
Kontakt auch eine gewisse Gewährleistung, dass die Gelder auch ihrem zugedachten Zweck zugeführt werden.
Pater Gaspar besucht die beiden Herbergsväter öfter und kann sich davon überzeugen.
Da das Spendenprojekt noch nicht abgeschlossen ist und auch auf Grund eines Artikels in der "Badischen Zeitung" nach wie vor Spendengelder eingehen,
dürfen wir davon ausgehen, dass wir noch eine weitere Übergabe organisieren dürfen.

Zwar ist der Camino seit dem 01.Juli für internationale Pilger durch die spanischen Behörden wieder geöffnet worden, aber es ist klar, das die bisher eher kleine Schar der Pilger noch nicht ausreicht, um in den Herbergen und Restaurationen auf die entsprechenden Kosten zu kommen. Da hift natürlich noch jeder Spendeneuro, die Existenzen auf einem zwar niedrigem, aber doch angemessenen Niveau zu sichern.

Vielen Dank an die inzwischen annähernd 120 Spenderinnen und Spender für das riesengroße Engagement

Norbert Scheiwe, Präsident

08.07.2020

  • zum Spendenaufruf

Spendenaufruf

Projekt: Erhaltung der Infrastruktur auf dem Camino de Santiago in Spanien
Unterstützung der Tienda „El Trasgu“ in Foncebadon

Liebe Mitglieder unserer Badischen St.Jakobusgesellschaft, liebe Leser des „Jakobsublättle“,
heute wenden wir uns mit einem ganz besonderen Anliegen an die Pilgergemeinschaft in Baden-Württemberg und der ganzen Bundesrepublik.

Zum Hintergrund: Was Kriege, die Reformation und andere Krisen nicht hinbekommen haben, der Coronavirus hat es geschafft. Erstmals in der Geschichte der fast 1000jährigen Geschichte des „Camino de Santiago“ sind alle Pilgeraktivitäten nicht mehr möglich, der Pilgerweg liegt seit Mitte März 2020 von heute auf morgen „brach“. Kein Pilger darf den Weg in Spanien gehen, die gesamte Infrastruktur wie Herbergen, Hotels, Restaurants, Geschäft, Kirchen usw. sind geschlossen. Niemand weiß, wann Pilgern wieder möglich sein wird. Auch in den ersten Monaten des Jahres 2020 hatte sich das angekündigt, was in den vorhergehenden Jahren schon Realität war. Die Pilgerzahlen stiegen weiter und die Vorbereitungen auf das Heilige Jahr 2021 liefen gerade an.

Und jetzt diese Krise, die natürlich besonders diejenigen am Pilgerweg ganz hart trifft, die dort Herbergen und Restaurants betreiben, oder sonstige Dienstleistungen für uns Pilger anbieten. Besonders die Regionen abseits der Städte trifft es noch einmal existentieller, weil hier keinerlei Angebote „to go“ möglich sind. Hier „geht“ ja niemand mehr.

Aber natürlich wird der Pilgerweg wieder irgendwann geöffnet werden und für Pilger zugänglich sein. Dies hängt natürlich ganz von der Entwicklung der Pandemie in Spanien und Frankreich ab. Realistischerweise sollten wir frühestens im Herbst, spätestens mit dem Beginn des nächsten Jahres wieder damit rechnen.

Das Interesse von uns Pilgern sollte allerdings sein, dass möglichst viele Herbergen, Tiendas und kleine Restaurants am Weg diese Krise überstehen können, damit sie auch „danach“ ihren Dienst an den Pilgern weiter anbieten können.

Wir bitten daher die deutsche Pilgercommunity (Gesellschaften und Individualpilger), Förderpatenschaften für mit ihnen verbundene Einrichtung der Infrastruktur zu übernehmen und so einen kleinen Beitrag zum Erhalt beizutragen. Es muss unser aller Interesse sein, diese Infrastruktur soweit als nur irgend möglich zu erhalten und ist außerdem auch ein Zeichen gelebter europäischen Solidarität für einen „WEG“, der schon seit vielen Jahrhunderten Europa verbindet.

Die Badische St. Jakobusgesellschaft e.V. hat sich entschlossen eine kleine Tienda mit Übernachtungsmöglichkeiten und Restauration/Bar, das „El Trasgu“ in Foncebadon zu unterstützen. Seit über sieben Jahren bieten die beiden Betreiber Miguel Angel und Jose Luis dort in ihrer gastfreundlichen Art für uns Pilger einen hervorragenden und finanzierbaren Service an, der von der Unterbringung, bis zum Einkauf und der Versorgung mit Speisen und Getränken alles umfasst. Auf der Strecke zwischen Rabanal des Camino und El Acebo/Molinaseca eine wichtige Station der Versorgung.

  • Das "El Trasgu" in Foncebadon

  • Jose Luis und Miguel Angel, die Betreiber des "El Trasgu"

Wir bitten Sie daher für diese Einrichtung um eine Spende, die wir dann, immer wenn angemessene Summen zusammengekommen sind, sofort und ohne irgendwelche Abzüge nach Spanien an die Betreiber der „Tienda“ weiter geben werden.

Mit diesem wie auch immer gearteten Betrag soll ihnen ermöglicht werden, einen Teil ihrer Kosten so lange weiter zu tragen, bis die Pilger das wieder übernehmen können.

Wir möchten uns als Jakobusgesellschaft natürlich für ihre Großherzigkeit bedanken und haben uns entschlossen, Ihnen für jede Spende über 50,00 Euro einen Pilgerführer zukommen zu lassen. Selbstverständlich erhalten Sie ebenfalls eine Spendenbescheinigung.

Gerhard Treiber, Mitglied unserer Gesellschaft und erfahrener Autor des Pilgerführers „Die besten Jakobuswege“ hat einen kleinen, minimalistischen Pilgerführer des „Camino Frances“ erstellt.
Er spendet dieses Werk für unser Projekt und unsere Gesellschaft übernimmt die Druckkosten sowie die Kosten für den Versandt.

Bitte überweisen Sie Ihre Spende an folgende Kontonummer, vielen Dank.

Badische St. Jakobusgesellschaft e.V.
SPARKASSE STAUFEN BREISACH
IBAN: DE86 6805 2328 0006 0086 19
SWIFT-BIC: SOLADES1STF
Stichwort: Coronahilfe

Vielen Dank für Ihre Mithilfe im Namen des Präsidiums

Norbert Scheiwe, Präsident

Pressemitteilung

  • Spendenaufruf

    Hier finden Sie den Spendenaufruf als PDF-Datei

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Eröffnung des „Badischen Jakobusweges“ - nördlicher Teil - von Laudenbach nach Ettlingen


Liebe Jakobusfreunde,
nach langer Vorbereitung und intensiver Arbeit ist es geschafft.
Der Badische Jakobusweg von Laudenbach bis nach Breisach und der Übergang ins Elsaß ist komplett beschildert und beschrieben.
Er ist in drei Abschnitte eingeteilt:

Der nördliche Teil von Laudenbach bis nach Ettlingen,
der mittlere Teil von Ettlingen bis Schutterwald und der südliche Teil von Schutterwald bis nach Breisach und der Übergang ins Elsaß.

Insgesamt windet er sich 265 km durch das wunderschöne badische Land und führt den Pilger durch eine geschichtlich und touristisch bedeutsame Region.

Wir laden Sie recht herzlich ein, mit uns die Einweihung des letzten Wegstückes von Laudenbach bis nach Ettlingen am Sonntag, den 29.März festlich zu begehen und diesen
Weg damit der Pilgeröffentlichkeit zu übergeben.

Einladungsflyer (PDF) bitte ins Bild clicken

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Sehr geehrte Damen und Herren,

bereits zum 14. Mal lädt die Veranstaltung „Muschel in Europa“ Pilgerfreunde zu einer gemeinsamen Wanderung ein. Am 29. und 30. Juni 2019 bietet sich dabei die ideale Gelegenheit für einen interessanten Austausch und spannende Begegnungen. Unter dem Motto „Pilgern – wer sich bewegt, hat einen Grund: Motive für das Pilgern“, begrüßt die Badische St. Jakobusgesellschaft in Zusammenarbeit mit der „Kirche im Europa-Park“ alle Interessierten am Samstag um 14.00 Uhr in der Pfarrkirche St. Bartholomäus in Ettenheim. Das Ziel des Pilgerwegs ist das 4-Sterne Superior Hotel „Santa Isabel“.

Bei seinem Besuch in Rumänien Anfang des Monats, betonte Papst Franziskus, warum das Pilgern auch heute noch eine besondere Wichtigkeit für viele Christen hat. In seiner Predigt im Wallfahrtsort Sumuleu-Ciuc erklärte Franziskus: Pilgern heißt „sich gerufen und angespornt zu fühlen, gemeinsam voranzugehen“. Dabei spielt die Gemeinschaft der Pilger eine zentrale Rolle, denn die Wanderung ist nicht zuletzt eine Möglichkeit, mit Anderen in Kontakt zu treten.
Auch die Veranstaltung „Muschel in Europa“ ist in erster Linie eine Chance zur Begegnung. Die Wanderung, welche die Teilnehmer am Samstagmittag, den 29. Juni von Ettenheim nach Rust führt, bietet Gelegenheit zum Gespräch und Erfahrungsaustausch. Der anschließende Empfang im Hotel „Santa Isabel“ um 17.00 Uhr sowie die Eucharistiefeier in der Pfarrkirche Petri Ketten in Rust um 18.30 Uhr stehen ebenfalls im Zeichen der Gemeinschaft. In diesem Jahr wird der Gottesdienst in Rust von Monsignore Bernhard Appel gemeinsam mit dem emeritierten Bischof Adrian van Luyn und Pater Clemens Schliermann gefeiert.
Am darauffolgenden Sonntag begrüßt die Geschäftsführung des Europa-Park zusammen mit dem Präsidenten der Badischen St. Jakobusgesellschaft um 10.30 Uhr die Zuhörer, bevor der Spanische Honorarkonsul Carlos Medina Drescher ein Grußwort an die Pilger richtet. In einem anschließenden Andachtsteil geben die Geistlichen verschiedene Impulse zur Pilgerschaft. Die diesjährige Aktion der „Muschel in Europa“ setzt sich zum Ziel, die Gründe für diese besondere Art der Wanderschaft näher zu betrachten. Hierzu lädt auch der Vortrag von Dr. Christian Kurrat um 11.10 Uhr ein, der sich mit aktuellen Fragen der Pilgerschaft auseinandersetzt und sich in seiner soziologischen Dissertation konkret mit den Motiven von Pilgern befasst hat.
Bei einem abschließenden Mittagessen im 4-Sterne Superior Hotel „Santa Isabel“ haben die Konferenzteilnehmer erneut die Gelegenheit, sich in entspannter Atmosphäre mit Gleichgesinnten auszutauschen und den Erfahrungen Anderer zu lauschen. Die Badische St. Jakobusgesellschaft und die „Kirche im Europa-Park“ organisieren jährlich die Pilgerveranstaltung „Muschel in Europa“.
Die Teilnahme an der „Muschel in Europa“ ist kostenlos, eine Anmeldung bei der Badischen St. Jakobusgesellschaft ist unter info@badische-jakobusgesellschaft.de erforderlich.

Weitere Informationen zum Ablauf sowie ein Anmeldeformular sind unter www.kirche-im-europapark.de zu finden.

DIE MUSCHEL IN EUROPA 2019

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Hier finden Sie den Programmflyer [629 KB] als PDF Datei

JAKOBUSBLÄTTLE

Die Aktuelle Version des Jakobusblättle 43 als PDF-Datei

(Bild anklicken)

AKTUELLES-ARCHIV

DIE MUSCHEL IN EUROPA 2018

Hier finden Sie den Programmflyer [338 KB] als PDF-Download.

AKTUALISIERTE NEUAUFLAGE 2017

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"... der Weg ist das Ziel!"

In diesem Sinne ist die aktualisierte Neuauflage des Faltblattes
JAKOBUSWEGE IN BADEN-WÜRTTEMBERG erschienen.

Sie liegt in digitaler Form - als PDF-Datei zum Download bereit.

Die gedruckte Version kann über unser Büro bezogen werden.

DIE MUSCHEL IN EUROPA

„Pilgerweg der Barmherzigkeit“

Liebe Pilgerfreunde, liebe Freunde unserer Muschelveranstaltung, hiermit darf ich Sie recht herzlich zu unserer 12. Muschelveranstaltung in den Europa-Park nach Rust einladen. In diesem Jahr haben wir das Thema „Muschel in Europa 2017 – Pilgerweg der Barmherzigkeit“ gewählt und das hat zwei Gründe. Zum einen dürfen wir als Hauptreferentin die Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland am Heiligen Stuhl ihre Exzellenz Frau Annette Schavan begrüßen. Sie möchte gerne, auch anlässlich des erst kürzlich abgelaufenen „Heiligen Jahres der Barmherzigkeit“, das Papst Franziskus ausgerufen hatte, dieses Thema aufgreifen.

Zum anderen hat „Barmherzigkeit“ sehr ursächlich etwas mit dem Pilgern und damit mit uns Pilgern zu tun. Nicht umsonst wurde ja dieses „Heilige Jahr“ an allen bedeutenden Pilgerorten der Christenheit begangen.

Barmherzigkeit bedeutet nicht „nur“ Mildtätigkeit, sondern beinhaltet „Großherzigkeit“ als Haltung des Menschen. Sie ist Teil aller großen Weltreligionen und soll dazu beitragen, in Respekt, Würde, Teilhabe und Frieden miteinander zu leben. Der Jakobspilger begibt sich sozusagen auf seinen inneren Weg der „Barmherzigkeit“. Vielleicht ist es ja ein Motiv diesen
Weg zu gehen, die Suche nach einem eigenen Anteil dieser „Großherzigkeit“. Dem Teil, der in seinem bisherigen Leben vielleicht zu kurz kommt oder gar verloren gegangen ist. Gerade in den aktuellen Zeiten, in denen Angst vor Terror, Krieg und Gewalt, in denen Millionen von Flüchtlingen „unterwegs“ sind, ist es eine Frage, die sich jeder Einzelne und unsere Gesellschaft
stellen muss.
Wir dürfen sicher sein, dass Frau Botschafterin Schavan uns diesem Thema näher bringt.

Am Samstag, dem 24. Juni werden wir wieder traditionell von Ettenheim nach Rust pilgern. Monsignore Bernhard Appel wird uns mit einem Impuls auf den Weg schicken und wir werden Gelegenheit haben, miteinander ins Gespräch zu kommen. Am Abend feiern wir dann wieder gemeinsam einen Gottesdienst in der Pfarrkirche „Maria in Ketten“ in Rust.

Am Sonntag, dem 25. Juni werden wir nach der Begrüßung durch Herrn Jürgen Mack, Inhaber des Europa-Park, und ein paar kurzen Worten von mir sowie einem geistlichen Impuls von Herrn Erzbischof em. Zollitsch und Herr Dekan Dietrich zum Hauptvortrag hingeführt.
Musikalisch wird die Veranstaltung durch die jungen Musiker „Maren Lampeitl und Freunde“ begleitet.
Den Abschluss bildet wieder das gemeinsame Mittagessen, zu dem Sie recht herzlich vom Europa-Park eigeladen sind. Auch hier werden wir wieder Gelegenheit haben, uns weiter mit dem Thema auseinander zu setzen. Begleitet wird die diesjährige Muschelveranstaltung wieder durch einige Teilnehmer des bundesweiten Pilgerprojektes des Bundesverbandes katholischer Einrichtungen der Erziehungshilfe (BVkE) „In Bewegung sein“, die die Muschelveranstaltung als informatives Forum und Plattform für einen Austausch nutzen.

Sie alle sind herzlich eingeladen.

Ultreja und Willkommen
Ihr Norbert Scheiwe,
Präsident der Badischen St. Jakobusgesellschaft e.V.

DOWNLOAD Programm-Flyer

Programm-Flyer / Anmeldung (PDF-Datei)
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Aktuelles Jakobusblättle

Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe des Jakobusblättle als PDF-Datei zum online lesen und downloaden.

Die Veranstaltung "Die Muschel in Europa" fand am 25. und 26.06.2016 im EUROPA PARK RUST statt.

FLYER DOWNLOAD

Die Muschel in Europa 2016 Flyer (PDF) [182 KB]

DIE MUSCHEL IN EUROPA 2015

Flyer Download (PDF) [3.531 KB]

EUROPÄISCHES HAUS DER BEGEGNUNG

Einweihung in Foncebadon / Spanien
14.05.2015

Ein Bericht von Gottfried Wiedemer